Begegnung am Brunnen

Begegnung am Brunnen

Johannes 4, 4-29

Stell dir einmal dieses Bild vor: eine Gruppe Reisender geht in der glühenden Sonne die Straße entlang. Sie nähern sich dem Stadtrand der kleinen Stadt Sychar und halten an dem Brunnen an, den Jakob vor vielen hundert Jahren gegraben hatte. Wir erkennen die Reisenden: Es sind Jesus und seine Jünger. Es ist bald Mittagszeit, deswegen schickte Jesus die Jünger in die Stadt, um Essen zu besorgen, während er am Brunnen blieb.

Es war ungefähr Mittag und die Sonne stand hoch am Himmel. Um diese Tageszeit waren eigentlich keine Menschen am Brunnen, doch eine Frau mit einem Krug ging aus der Stadt zum Brunnen. Sie ging absichtlich zur heißesten Zeit des Tages Wasser holen, damit sie am Brunnen niemandem begegnen musste. Die Menschen, die in der Stadt lebten, verachteten sie wegen ihres sündigen Verhaltens. Während die Frau Wasser schöpfte, sagte Jesus plötzlich zu ihr: „Gib mir etwas zu trinken.“

Die Frau war sehr überrascht, dass er mit ihr sprach, weil er ein Jude war und Juden damals nichts mit Samaritern zu tun haben wollten. Da Jesus ihr Leben und ihr Herz kannte, wollte er ihr helfen. Er sprach mit ihr über die wichtigsten Dinge – den Glauben und wie man Gott richtig anbetet. Jesus sagte: „Gott ist Geist, und die die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“ Der Herr meinte damit, dass der Ort, an dem wir Gott anbeten, nicht wirklich wichtig ist. Wir können überall zu Gott beten, denn Gott ist allgegenwärtig, das heißt, er ist überall. Die Frau hörte sehr aufmerksam zu und der Heilige Geist half ihr, zu verstehen, was Jesu Worte bedeuteten. Sie hatte schon seit einer ganzen Weile nach der Wahrheit gesucht und sagte jetzt: „Ich weiß, dass der Messias kommen wird – der, den man Christus nennt. Wenn er kommt, wird er uns das alles erklären.“

Jesus antwortete: „Ich, der mit dir redet – ich bin der.“ Jetzt kannte die Frau die Wahrheit. Sie musste nur daran glauben, dass er der Erlöser ist. Die Samariterin war so glücklich! Sie lief ins Dorf zurück, um es

allen zu erzählen. Sie hatte keine Angst mehr vor den Menschen, die

sie verachteten, denn sie hatte den Erlöser getroffen, der alle ihre Sünden

weggenommen hat. Die Frau rief die Menschen aus Sychar zu dem Brunnen, um den Mann kennenzulernen, der ihr gesagt hat, dass er der Christus ist. Alle Menschen waren überrascht und eilten dorthin.

Auch sie wollten den Messias sehen. Dank der Frau und ihres Zeugnisses glaubten viele Samariter an den Herrn Jesus. Und als die Samariter zu ihm kamen, drängten sie ihn, bei ihnen zu bleiben, und er blieb zwei Tage und redete mit ihnen. Schließlich wurden wegen seiner Worte viele gläubig und sagten zu der Frau mit großer Freude:

„Jetzt glauben wir nicht nur, weil du es uns erzählt hast; jetzt haben wir es selbst gehört und wissen, dass dieser Mann wirklich der Retter der Welt ist.“

Fragen zum Gespräch

4 Fragen
  1. Wo war der Brunnen, an dem Jesus sich befand?

  2. Warum ging die Frau mittags das Wasser holen?

  3. Was hat Jesus der Samariterin erzählt?

  4. Warum lief die Frau glücklich zurück in die Stadt? Was erzählte sie den Menschen in der Stadt?

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