
Der unglaubliche Fang
Lukas 5, 1-11
Eines Tages predigte Jesus am See Genezareth. Es wollten ihm so viele Menschen zuhören, dass er in ein Boot stieg und von dort aus predigte, damit ihn alle Menschen hören konnten. Als er mit seiner Predigt fertig war, sprach er zu Petrus:
„Fahrt weiter hinaus bis zur Mitte des Sees, werft dort eure Netze aus und ihr werdet viele Fische fangen.“
„Jetzt? In die Mitte des Sees?“
Petrus und einige Fischer, die um Jesus herum standen, warfen Jesus einen ungläubigen Blick zu. Ohne Zweifel, Jesus war ein kluger Mann, aber er hatte definitiv keine Ahnung vom Fischen. Erstens ging man nicht mitten am Tag fischen, weil die Fische so den Schatten des Bootes sehen und wegschwimmen konnten. Zweitens fuhr man zum Fischen nicht bis zur Mitte des Sees hinaus, wo das Wasser tief war und die Netze den Boden nicht erreichen konnten. Um Erfolg beim Fischen zu haben, musste man es in flachem Gewässer in der Nähe des Ufers versuchen.
„Meister, wir waren die ganze Nacht unterwegs und haben nichts gefangen“, antwortete Petrus schließlich. „Um ehrlich zu sein, glaube ich nicht, dass wir in den tiefen Gewässern mitten auf dem See etwas fangen werden. Aber wenn du es sagst, werde ich gehen und die Netze auswerfen.“
Johannes und Jakobus stiegen in ein anderes Boot und folgten ihnen. Sie waren neugierig, was passieren würde. Als sie in der Mitte des Sees angelangt waren, warfen Petrus und Andreas ihre Netze aus und starrten voller Erwartung in das tiefe Wasser. Plötzlich wimmelte es im Wasser von Fischen. Die Fischer griffen schnell nach den Enden des Netzes und fingen an, zu ziehen. Es waren jedoch sehr viele Fische, denn das Netz war sehr schwer. Die beiden Männer konnten das Netz nicht alleine ins Boot ziehen und so riefen sie nach Johannes und Jakobus, dass sie ihnen helfen sollten.
Die vier Männer konnten das Netz kaum aus dem Wasser ziehen und es ins Boot hinein entleeren. Die Netze begannen zu reißen, weil so viele Fische darin waren. Das war unglaublich! Sie hatten noch nie so viele Fische gefangen! Alle Menschen staunten über den großen Fang, und Simon Petrus fiel vor Jesus auf die Knie und sagte ängstlich: „Mein Gott, geh weg von mir, ich bin ein Sünder. Ich verdiene es nicht, in deiner Nähe zu sein.“ Jesus legte seine Hand auf Petrus‘ Schulter und sagte: „Hab keine Angst, Petrus. Von nun an wirst du Menschen fischen, keine Fische!“ Die Jünger brachten die Boote an Land und überließen ihren Fang anderen Leuten. Sie selbst folgten Jesus nach.
Fragen zum Gespräch
3 FragenWelches Wunder ereignete sich auf dem See Genezareth?
Warum forderte Petrus Jesus auf, „von ihm wegzugehen“?
Was versprach Jesus Petrus?