
Die Menschen aus Ninive zeigen Reue
Jona 3
Nach einigen Wochen war Jona in Ninive. Er ging durch die Straßen der großen Stadt und predigte, was Gott ihm gesagt hatte: „Ninive wird in vierzig Tagen zerstört werden.“ Es kam Jona merkwürdig vor, aber keiner lachte ihn aus. Es hat ihn auch keiner angegriffen oder bedroht. Im Gegenteil, die Menschen glaubten ihm. Das Urteil, was sie hörten, schien gerecht, weil sie mit so vielen Nationen schon im Krieg waren und viel Böses getan hatten. Sie verstanden, dass all das Böse, was sie getan hatten, nicht ungestraft bleiben konnte. Auch der König hörte von dem Propheten und der Nachricht über das Gericht. „Alle Menschen sollen zu Gott beten“, befahl er. „Vielleicht wird er uns gnädig sein. Zusätzlich sollen alle fasten. Zieht euch als Zeichen der Reue Säcke an anstelle von den teuren Kleidern.“ Als die vierzig Tage vorbei waren, erwartete Jona, dass die Stadt Ninive zerstört werden würde. Doch es geschah nichts. Es wurde Abend, aber Ninive war noch nicht zerstört. Und Jona wurde wütend. Wozu hatte er gepredigt und von Gottes bevorstehendem Gericht erzählt? Es war nur gerecht, die grausamen Menschen aus Ninive mit dem Tod zu bestrafen.
Es war sehr heiß auf dem Hügel, wo Jona übernachtete, und das machte ihn noch wütender. Doch als er morgens aufwachte, sah er eine große Pflanze in der Nähe. Jona fühlte sich schon viel besser im Schatten der Blätter. Es war Gott, der die Pflanze so schnell wachsen ließ. Doch am Tag darauf ließ Gott sie verwelken. Jona war so enttäuscht darüber, dass er sich sogar den Tod wünschte. Dann sagte Gott zu ihm: „Dir tut es um diese Pflanze Leid, obwohl du sie nicht zum Wachsen gebracht hast oder dich um sie gekümmert hast. Sollte ich nicht viel mehr Sorge um die Stadt Ninive haben, wo so viele Menschen leben?“ Da lernte Jona, wie groß Gottes Geduld und Gnade war und wie bereitwillig er vergibt.
Fragen zum Gespräch
3 FragenWas predigte Jona in Ninive?
Wie reagierten die Niniviten auf Jonas Predigt?
Was tat der Herr mit Ninive?