Wasser aus dem Felsen

Wasser aus dem Felsen

4. Mose 20, 1-13; 22-29

Die Israeliten verbrachten in der Wüste eine lange Zeit damit, von einem Ort zum anderen zu wandern. Eines Tages kamen sie zu einem Platz, an dem es kein Wasser gab. Was taten sie also? Beteten sie zu Gott oder fingen sie an sich zu beschweren? Unglücklicherweise stritten sie wieder mit Mose und Aaron, wie sie es immer taten, wenn Gott ihren Glauben prüfte. Sie sagten: „Warum sind wir nicht früher gestorben? Warum hast du uns aus Ägypten zum Sterben in die Wüste geführt? Hier gibt es keine Feigen, keine Trauben, keine Früchte, ja, hier ist nicht einmal Wasser zum Trinken!“Sie vergaßen, dass der einzige Grund für diese verlängerte Zeit in der Wüste ihr fehlendes Vertrauen auf Gott war. Als Mose und Aaron sie meckern hörten, waren sie verärgert. Sie gingen von der Versammlung der Israeliten weg, warfen sich vor der Stiftshütte zu Boden und beteten zu Gott. Bald redete Gott zu ihnen. Er sagte zu Mose: „Nimm deinen Stab und versammle das Volk. Dann geht zu dem Felsen, sprecht zu dem Felsen und er wird euch Wasser geben.“Doch Mose und Aaron waren sehr wütend auf das Volk. Sie sagten: „Hört her, ihr ungehorsamen Menschen, sollen wir euch Wasser aus diesem Felsen geben?“ Dann erhob Mose seine Hand und schlug mit seinem Stab zweimal gegen den Felsen. Da strömte Wasser aus dem Felsen, sodass alle Menschen und ihre Tiere trinken konnten. Aber war das, was Mose und Aaron taten, richtig? Mose machte einige Fehler. Er hätte den Felsen nicht mit seinem Stab schlagen sollen; er sollte nur zu ihm sprechen! Auch hatten Mose und Aaron beide gezweifelt, dass wirklich Wasser aus dem Felsen kommen würde.Und trotzdem gab Gott Wasser aus dem Felsen, um seinem Volk gnädig zu sein. Jedoch bestrafte er Mose und Aaron: „Weil ihr so gehandelt habt, dürft ihr das versprochene Land nicht betreten.“ Das war eine schwere Strafe für die beiden. Mose hatte oft davon geträumt, das versprochene Land zu sehen, wo Abraham einen Altar gebaut und Gott angebetet hatte. Aber nach allem, was geschehen war, konnte sein Traum nicht mehr wahr werden.Mose war sehr demütig, demütiger als alle Menschen dieser Welt. Die Israeliten waren wirklich oft undankbar und kamen ständig mit allerlei Vorwürfen zu Mose, aber er hatte ihnen nie in einem barschen Ton geantwortet. Nur dieses eine Mal hatte er sich nicht unter Kontrolle.

Fragen zum Gespräch

4 Fragen
  1. Was taten die Israeliten, als sie wieder einmal kein Wasser mehr hatten?

  2. Was gebot Gott Mose zu tun, um Wasser aus dem Felsen zu bekommen?

  3. Was tat Mose stattdessen?

  4. Was war die Strafe für Mose und Aaron?

25. Wasser aus dem Felsen00:00 / 04:00