
Rahab und die Spione
Josua 1-2
Nach dem Tod von Mose begann Josua, das Volk Israel auf die Eroberung des Gelobten Landes vorzubereiten. Gott versprach, Josua zu helfen, wenn er seine Gebote halten und sich ihm unterordnen würde. „Sei stark und mutig“, sagte er ihm. „Denn der Herr ist mit dir, wohin du auch gehst“. Josua sagte dem Volk, es solle sich mit Proviant für drei Tage eindecken, denn sie würden den Jordan überqueren. Das war das Land, das Gott ihnen zu geben versprochen hatte, und deshalb wurde es auch das Gelobte Land genannt.
Josua war sehr vorsichtig. Er beschloss, zwei Spione auszusenden, die das Land und insbesondere die Stadt Jericho auskundschaften sollten. Die jungen Männer gingen in die Stadt und übernachteten in dem Haus einer Frau namens Rahab. Ihr Haus war ein Teil der Stadtmauer. Der König von Jericho erfuhr von diesem Besuch und befahl seinen Dienern, die Israeliten zu verhaften. Rahab aber versteckte die Kundschafter auf dem Dach ihres Hauses und sagte zu den Beamten des Königs: „Ja, es sind Männer zu mir gekommen. Aber ich weiß nicht, wer sie waren. Als es dunkel wurde, gingen sie weg. Geht ihnen schnell nach, ihr werdet sie fangen.“Die Beamten des Königs machten sich auf, die Israeliten zu verfolgen. Rahab stieg auf das Dach zu ihren Gästen und sagte: „Ich weiß, dass Gott euch dieses Land gegeben hat. Alle, die hier leben, haben Angst vor euch. Wir haben von dem Wunder gehört, das Gott vollbracht hat, als ihr aus Ägypten geflohen seid und wie das Wasser des Schilfmeers vor euren Augen ausgetrocknet ist. Wir haben uns gefürchtet, denn der Herr, euer Gott, ist Gott im Himmel oben und auf der Erde unten.
Ich habe mich euch gegenüber freundlich verhalten. Jetzt versprecht mir, dass ihr mich und meine Familie vor dem Tod bewahren werdet. Gebt mir ein sicheres Zeichen, dass ihr das tun werdet!“ Die Spione versprachen Rahab, dass sie und ihre Familie in Sicherheit sein würden. Sie half ihnen, mit einem Seil durch das Fenster außen an der Stadtmauer herunterzusteigen. Kurz bevor sie Rahab verließen, sagten die Männer zu ihr, dass sie einen scharlachroten Faden in das Fenster knüpfen solle, durch das sie die Männer entkommen ließ. Dies sollte ein Zeichen dafür sein, dass die ganze Familie im Haus am Leben bleiben würde. Daraufhin verließen die Männer die Stadt.
Sie kehrten sicher zu Josua zurück, erzählten ihm alles und beendeten ihre Geschichte mit den Worten: „Der Herr hat das ganze Land in unsere Hände gegeben, und das ganze Volk zerfließt vor Angst vor uns.“
Fragen zum Gespräch
3 FragenWas hat Gott Josua versprochen?
Was hat Josua getan, bevor er das Land Kanaan betrat?
Wie schafften es die Kundschafter zu überleben?