Ein Adeliger wird aus Glauben getauft

Ein Adeliger wird aus Glauben getauft

Apostelgeschichte 8, 26-39

Ein reicher Wagen fuhr langsam auf einer einsamen Straße. Ein reich gekleideter, afrikanischer Mann saß in dem Wagen und las aufmerksam aus einer Schriftrolle. Es war ein Eunuch aus Äthiopien. In seinem Heimatland, Äthiopien, war er ein wichtiger Beamter und hatte das Ansehen eines reichen und adeligen Mannes. Und trotzdem war er nicht glücklich und zufrieden. Er konnte einfach nicht die Antworten auf so viele seiner Fragen finden, wie zum Beispiel: „Wofür lebe ich? Was passiert mit mir nach dem Tod? Wer kann meine Sünden vergeben? Wer kann mich so lieben, wie ich bin?“Dieser Regierungsbeamte hörte, dass Gott in früherer Zeit das Volk Israel erwählt hatte, um mit ihm zu sein und ihnen beibrachte, richtig zu leben. Deswegen wollte er nach Jerusalem gehen, im Tempel beten und Antworten auf seine Fragen finden. Doch weil der äthiopische Eunuch kein Jude war, durfte er nicht mal in den Tempel rein. Viele Dinge blieben ihm unklar.Er wollte, dass die Reise nach Jerusalem nicht umsonst war und kaufte sich eine Schriftrolle aus dem Buch des Propheten Jesaja, das vor langer Zeit geschrieben wurde. Auf dem Weg nach Hause saß der Eunuch in dem Wagen und las über einen Mann, der sich, laut der Prophezeiung, freiwillig dem Märtyrertod opferte und dann viele Nachfolger haben würde. „Was heißt das?“, fragte er sich. In dem Moment fragte ihn jemand: „Verstehst du, was du dort liest?“Es war Philippus. Gott hatte ihm gesagt, auf die Straße in der Wüste zu gehen. Also hörte Philippus, wie der schwarze Adelige das Buch von Jesaja, dem Propheten, laut las.„Ich verstehe hiervon nichts“, antwortete der Äthiopier. „Aber wenn du es mir erklären kannst, dann komm bitte mit mir!“ Philippus stieg in den Wagen und setzte sich zum Eunuchen. „Über wen redet der Prophet?“, fragte der Eunuch Philippus. „Über Jesus“, antwortete er. „Jesus? Wer ist das?“ Und dann fing Philippus an, ihm vom Königreich Gottes und von Jesus zu erzählen: Wie er die Kranken heilte, den Menschen half und Wunder tat, wie die Priester und Pharisäer ihn hassten und ihn zuletzt mit der Hilfe der Römer umbrachten.„Das tut mir leid“, dachte der Äthiopier laut. „Ich hätte ihn gerne kennengelernt.“„Aber das kannst du jetzt!“, sagte Philippus. „Denn er ist auferstanden!“Philippus erzählte dem Äthiopier alles, was die Jünger gesehen hatten:die Auferstehung von Jesus, seine Himmelfahrt und von dem Heiligen Geist. Er erzählte ihm auch, dass die Jünger von Jesus sich taufen ließen, um zu bezeugen, dass sie zu ihm gehörten. „Ich will mich auch taufen lassen!“, sagte er entschlossen. Philippus antwortete: „Wenn du an Jesus glaubst, dann taufe ich dich gerne.“Der Äthiopier nickte: „Ich glaube, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist!“ Als sie auf der Straße fuhren, kamen sie an Wasser vorbei. Sie stiegen aus dem Wagen, gingen ins Wasser und Philippus taufte ihn. Das Herz des Eunuchen wurde von Freude erfüllt. Er wollte sich bei Philippus bedanken, aber er konnte ihn nicht mehr sehen. Doch jetzt wusste der Eunuch, dass Jesus für immer mit ihm sein würde und ging seines Weges voller Freude.

Fragen zum Gespräch

5 Fragen
  1. Wie kam Philippus auf die Straße in der Wüste?

  2. Warum war der Eunuch in Jerusalem gewesen?

  3. Welches Buch aus der Bibel hat er gelesen? Was fragte er Philippus?

  4. Was bezeugte der Äthiopier, bevor er sich taufen ließ?

  5. Warum ging er voller Freude weiter?

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