
Jesus steigt in den Himmel auf
Lukas 24, 44-53; Apostelgeschichte 1, 9-11
Wie wunderbar waren die Tage, an denen der auferstandene Heiland mit seinen Jüngern zusammenkam und mit ihnen sprach! Aber diese Tage konnten nicht ewig andauern. Jesus musste in den Himmel zu seinem Vater zurückkehren.
Der Ölberg war ein guter ruhiger Ort, und Jesus brachte seine Freunde dorthin. Die Jünger waren aufgeregt. Sie wussten, dass Jesus bald abreisen würde. Vierzig Tage waren seit dem Passah-Fest vergangen. „Seid nicht traurig“, sagte Jesus, „auch wenn ich zu meinem himmlischen Vater gehe, bin ich bei euch. Wenn ihr ans Ende der Welt geht, um die gute Nachricht von mir zu verkünden, werde ich dort durch den Heiligen Geist bei euch sein. Ich habe es euch schon oft gesagt: Wenn ich in den Himmel gehe, werde ich euch den Helfer schicken.“
Die Jünger waren verblüfft. Er fuhr fort: „Johannes taufte mit Wasser. Auf diese Weise konnten die Menschen zeigen, dass sie ein völlig anderes Leben führen wollten. Der Heilige Geist wirkt auf dieselbe Weise. Er wird aus euch ein neues Volk machen. Er wird euch die Kraft geben, das Evangelium weiterzugeben. Ich selbst werde euch durch den Heiligen Geist leiten. Durch ihn werdet ihr fähig sein, Gemeinschaft mit mir zu haben, mich zu hören und mich zu lieben. Ihr werdet von Gott die Kraft erhalten, die Botschaft von mir hier in Jerusalem zu verbreiten, dann in ganz Israel und in der ganzen Welt.“
Dann hob er seine Hände, segnete die Jünger und begann plötzlich, in den Himmel aufzusteigen! Er stieg höher und höher, bis eine Wolke ihn vollständig vor ihnen verbarg. Solch eine Trennung kam unerwartet. Wer hätte gedacht, dass Jesus auf diese Weise zu seinem Vater zurückkehren würde: indem er vor aller Augen in den Himmel aufstieg! Jetzt war er bei seinem Vater in einer anderen, unsichtbaren Welt. Sie standen da und starrten in den Himmel. Was sollten sie jetzt tun? In diesem Moment erschienen zwei Männer in strahlend weißen Kleidern vor den Jüngern. Es waren Engel. Sie sagten den Jüngern, dass Jesus wieder vom Himmel auf die Erde kommen würde. Das zweite Mal würde Jesus als Richter kommen, als der allmächtige König, nicht als Baby. Seine Macht und Herrlichkeit würden offenbar werden. Bis dahin lebt er in den Herzen der Gläubigen und regiert im Himmel. Die Jünger erinnerten sich an die letzten Worte Jesu. Sie freuten sich und kehrten zurück nach Jerusalem.
Fragen zum Gespräch
3 FragenHat sich Jesus von seinen Jüngern verabschiedet? Was hat er zu ihnen gesagt?
Wie hat der Herr sie verlassen?
Was sagten die Engel zu den Jüngern?