Jesus wird gekreuzigt

Jesus wird gekreuzigt

Lukas 23, 33-49

Eine Truppe von Soldaten trieb Jesus und zwei Verbrecher, die zum Tode verurteilt waren, peitschend und brüllend die Straße hinunter. Viele Menschen folgten ihnen zu dem Ort, an dem die Römer Verbrecher hinrichteten. Er wurde Golgatha genannt, das bedeutet „Schädelstätte“.Die Römer zwangen ihre Gefangenen immer dazu, ihr Kreuz selbst zu tragen. Dies war eine zusätzliche Strafe, nachdem sie die Verurteilten geschlagen hatten. So musste Jesus das schwere Holzkreuz selbst tragen.Auf halber Strecke wurde Jesus sehr schwach. Der Befehlshaber der Truppe zwang einen anderen Mann, Simon von Kyrene, das Kreuz für Jesus zu tragen. In der Menge waren viele Frauen, die Jesus folgten. Sie weinten, als sie sahen, wie sehr er leiden musste. Als sie zum Ort der Hinrichtung kamen, nahmen die Soldaten ihre grausame Aufgabe in Angriff. Sie nagelten Jesus an das Kreuz, während er auf dem Boden lag. Dann gruben sie ein Loch, richteten das Kreuz auf, stellten es in das Loch und befestigten es dort. Die Soldaten taten das Gleiche mit den beiden Verbrechern. Zwei Rebellen wurden mit Jesus gekreuzigt, einer zu seiner Rechten und der andere zu seiner Linken. Einige enge Freunde von Jesus – Männer und Frauen – gingen mit ihm zum Ort der Hinrichtung. Die Frauen weinten. Aber andere standen etwas weiter entfernt und verspotteten Jesus.„Wenn du der Sohn Gottes bist, dann komm herunter von dem Kreuz und rette dich selbst! Dann werden wir an dich glauben!“ Einer der gekreuzigten Verbrecher stimmte in den Hohn mit ein. Doch der andere wies ihn zurecht:„Sei still! Wir werden zurecht bestraft und bekommen, was wir verdienen. Doch dieser Mann hat nichts Unrechtes getan!“Dann sagte der Verbrecher zu Jesus: „Jesus, denk an mich, wenn duin dein Reich kommst!“Jesus antwortete: „Ich verspreche dir: Heute wirst du mit mir imParadies sein!“Plötzlich kam ein tiefe Dunkelheit über das ganze Land. Die Erde bebte. Der körperliche Schmerz, den Jesus erlitt, war fürchterlich, doch sein seelischer Schmerz war viel tiefer. Die Sünde der ganzen Welt lag auf ihm. Nach einigen Stunden unbeschreiblicher Qual rief er mit lauter Stimme: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“In diesem Moment erlebte Jesus den gewaltigen Zorn des Vaters über die Sünde aller Menschen. Den Zorn, dem kein sündiger Mensch gegenübertreten konnte. Nur Christus, Gott und Mensch zugleich, konnte dem standhalten. Dies waren die letzten Worte Jesu:„Es ist vollbracht! Vater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist!“Als er dies gesagt hatte, tat er seinen letzten Atemzug und neigteseinen Kopf. Jesus starb.In derselben Nacht kam Josef von Arimathäa (ein reicher Mann, der an Jesus glaubte, aber es aus Angst vorher nicht bekannt hatte) zu Pilatus und bat um Erlaubnis, Jesu Körper vom Kreuz abzunehmen und ihn dem jüdischen Brauch nach zu begraben. Pilatus war einverstanden. Nikodemus, der Jesus in einer Nacht aufgesucht hatte und einer seiner heimlichen Nachfolger wurde, half Josef dabei. Er brachte alles mit, was dem jüdischen Brauch nach für ein Begräbnis gebraucht wurde: etwas Stoff, um den toten Körper einzuwickeln und eine Salbe aus Myrrhe und Aloe, um den Körper zu salben. Vorsichtig wickelten sie Jesus mit den Gewürzen in Leinenstreifen ein. Sie brachten ihn in eine neue Grabhöhle, die in der Nähe des Ortes der Kreuzigung in den Fels geschlagen war. Der Eingang des Grabes wurde mit einem großen flachen Stein versiegelt. Nachdem alles getan war, gingen sie zurück nach Hause.Am nächsten Tag erinnerten sich die obersten Priester und Pharisäer, wie Jesus gesagt hatte, dass er am dritten Tag auferstehen würde. Sie kamen zu Pilatus und baten ihn, an Jesu Grab einige Soldaten als Wache aufzustellen. Sie befürchteten, dass Jesu Jünger seine Leiche stehlen würden, um dann zu sagen, er sei von den Toten auferstanden. Pilatus willigte ein und gab ihnen einen Trupp von Wachen. Zusätzlich versiegelten die Juden das Grab, um zu verhindern, dass jemand heimlich hinein gelangen könnte. So sorgfältig hüteten die führenden Männer das Grab des toten Jesus, weil sie Angst hatten, wegen ihm in Schwierigkeiten zu geraten.

Fragen zum Gespräch

5 Fragen
  1. Wo wurde Jesus gekreuzigt? Wer half ihm, das Kreuz zu tragen?

  2. Wie kann man diese Worte Jesu verstehen: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun?“

  3. Warum bedeutet der Tod Christi so viel für uns?

  4. Wie bewies Josef von Arimathäa, dass er Christus liebte? Was tat er?

  5. Warum waren die Mitglieder des Sanhedrins nach dem Tod des Herrn so besorgt?

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