
In Gethsemane
Lukas 22, 39-46
Jesus und elf seiner Jünger gingen über den Bach Kidron, der nahe bei Jerusalem verlief. Der Zwölfte, Judas, war nicht bei ihnen. In der Dunkelheit der Nacht gingen sie zum Ölberg, wo Jesus oft zu seinem himmlischen Vater betete.Am Fuße des Berges gab es einen Olivenhain namens Gethsemane. Bevor sie den Garten betraten, sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Wartet hier, während ich dorthin gehe, um zu beten.“ Petrus, Jakobus und Johannes sollten ihn begleiten.In dem Moment hatte Jesus es sehr schwer. Er war sehr bekümmert und schwermütig. Der Herr wusste, was auf ihn zukam. Die Sündenlast der Menschen lag auf ihm und Jesus erwartete den Tod am Kreuz. Nicht nur sein Körper, sondern auch seine Seele und Geist litten qualvollen Schmerz. Er, der keine Sünde kannte, sollte für die Sünden der Menschheit bestraft werden.Der Herr, voller Kummer und Leid, sagte zu seinen geliebten Jüngern: „Meine Seele ist betrübt bis zum Tod. Bleibt hier bei mir und haltetWache!“ So wie jeder andere Mensch brauchte Jesus seine Freunde bei sich, deswegen bat er sie, mit ihm zusammen zu beten. Er entfernte sich ein Stück von ihnen, kniete nieder und betete:„Vater! Alles ist dir möglich. Nimm diesen Kelch von mir. Doch nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe!“ Wie jeder andere Mensch wollte der Herr das kommende Leid und den Schmerz vermeiden. Aber als Sohn, der seinem Vater gehorchte, sagte er:„Doch nicht mein Wille, sondern dein Wille geschehe.“ Als Jesus betete, war er so voller Trauer, dass sein Schweiß wieBlutstropfen auf den Boden fiel. Ein Engel erschien vom Himmel undstärkte ihn.Als er sein Gebet beendet hatte, ging er zu seinen drei Jüngern, die mit ihm beten sollten. Doch sie beteten nicht. Jesus fand sie schlafend vor. Er weckte sie und fragte Petrus: „Simon, schläfst du? Konntest du nicht für eine Stunde wachen?“Als Jesus das sagte, wollte er Simon an sein Versprechen erinnern, das er Jesus einmal gegeben hatte: Mit ihm zu sterben und ihn nicht zu verleugnen. Zwei weitere Male bat Jesus seine Jünger, ihn zu unterstützen, doch zwei weitere Male fand er sie schlafend vor. Als er das dritte Mal zurück kam, sagte er: „Seid ihr immer noch am Schlafen und Ruhen? Die Stunde ist gekommen. Schaut, der Menschensohn wird in die Hände der Sünder übergeben. Steht auf! Lasst uns gehen! Hier kommt der Verräter!“
Fragen zum Gespräch
3 FragenWohin ging Jesus nach dem Abendmahl?
Was tat Jesus in Gethsemane? Worum bat er seinen Vater?
Was sollten Jesu Jünger tun?