Das Kind in der Krippe

Das Kind in der Krippe

Lukas 2, 1-7

Kaiser Augustus war der erste Kaiser des römischen Reiches. Gott legte ihm ans Herz, eine Volkszählung durchzuführen. So erließ er eine Anordnung, dass alle Menschen aus Palästina sich in den Städten ihrer Vorfahren in Listen eintragen lassen sollten. Zu dieser Zeit lebten Josef und Maria in Nazareth.

„Du weißt, dass meine Familie aus Bethlehem stammt“, sagte Josef zu Maria. „König David, der vor vielen Jahrhunderten über dieses Land regiert hat, ist mein Vorfahre; deshalb muss ich dorthin gehen.“ „So eine Reise wäre kein Problem, wenn ich nicht schwanger wäre“, seufzte Maria, „aber du weißt, dass das Kind bald zur Welt kommen wird. Die Reise könnte anstrengend werden. Es scheint nicht gut zu sein, wenn das Baby an einem fremden Ort zur Welt kommt.“

„Ich werde immer an deiner Seite sein, Maria“, tröstete Josef sie. „Und der Engel selbst hat gesagt, dass das Kind, das du bekommen wirst, der Sohn Gottes sein wird. Gott wird für uns sorgen.“ Also brachen Josef und Maria zu ihrer Reise auf. Obwohl sie einen Esel hatten, kamen sie nur langsam voran und waren viele Tage unterwegs. Als sie es schließlich nach Bethlehem geschafft hatten, waren sie sehr müde und waren nur noch darum bemüht, eine Unterkunft zu finden.

„Entschuldige bitte.“ Josef sah einen Mann, der wahrscheinlich ein Gasthaus besaß. „Ist noch ein Zimmer in dem Gasthaus frei?“ „Es tut mir leid“, antwortete er. „Aber das Haus ist vollständig belegt.“ „Aber wir brauchen einen Platz, an dem wir bleiben können. Hättest du ein kleines Zimmer für uns? Du siehst, meine Frau steht kurz vor der Geburt. Sie wird wahrscheinlich heute Nacht das Kind bekommen!“ „Es tut mir leid. Ich würde dir und deiner Frau gerne helfen, aber ich habe kein Zimmer für euch frei.“

Maria rief erschrocken: „Wir können nicht draußen bleiben! Es ist viel zu kalt und ich kann nur noch an das Baby denken!“ Der Mann kam näher. „Gut, ihr müsst nicht draußen übernachten. Im Hinterhof ist ein Stall. Ihr könnt es euch dort für die Nacht herrichten und auf dem Heu schlafen. Die Tiere halten den Stall warm.“„Vielen Dank für deine Freundlichkeit!“, bedankten sich Josef und Maria bei ihm. In dieser Nacht geschah das Erstaunlichste überhaupt: der Sohn Gottes, der die Welt geschaffen hatte und alle Schöpfung in seiner Hand hielt, wurde ein kleines Baby und lag dort auf dem Stroh im Stall.

Natürlich hätte niemand bei dem Anblick des Babys gesagt, dass er der Sohn Gottes war. Maria legte ihn in eine Krippe – woraus sonst eine Kuh und ein Esel fraßen. Jetzt gurrte das kleine Kind dort und machte Geräusche wie jedes andere Neugeborene.Josef sah Maria an. „Weißt du noch, was der Engel über dieses Baby gesagt hatte? Es ist kaum zu glauben, weil er so klein ist. Und dieser Ort ist so armselig!“ „Und trotzdem ist es wahr, Josef“, sagte Maria leise. „Alles, was Gott versprochen hat, wird wahr, so wie er es gesagt hat.“

Fragen zum Gespräch

3 Fragen
  1. Wer war zu dieser Zeit der Herrscher über das Römische Reich?

  2. Wohin sollten die Juden gehen?

  3. Wo wurde Jesus geboren? Was für ein Ort war es?

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