
Der Berg Sinai
2. Mose 19; 20; 24; 31,18
Die Israeliten lagerten am Fuß des Berges, weil die Wolkensäule dort angehalten hatte. Gott befahl Mose, auf den Berg zu gehen, wo er Mose etwas Wichtiges offenbaren wollte. Als Mose die Bergspitze erreichte, sagte Gott zu ihm: „Du hast meine Barmherzigkeit am Volk Israel gesehen. Ich habe sie aus Ägypten befreit und weggeführt. Gehe zum Volk und frage sie, ob sie meine Gebote halten möchten.“ Also ging Mose zum Volk zurück und fragte sie. Sie antworteten: „Alles, was der Herr gesagt hat, möchten wir auch tun.“ Da ging Mose wieder den Berg hinauf und berichtete Gott von der Antwort der Israeliten. „Israel verspricht, dass sie alle deine Gebote halten möchten.“Gott sagte: „Ich will durch dich zu dem Volk sprechen. Gehe wieder hinunter zum Volk und lass sie sich auf ein Treffen mit mir vorbereiten.“ Mose ging hinunter zu den Israeliten und sagte zu ihnen: „In drei Tagen werdet ihr hören, wie Gott zu euch sprechen wird und ihr werdet ihn in einer Wolke oben auf dem Berg sehen. Macht euch bereit und wascht eure Kleider, damit ihr in sauberen und weißen Kleidern vor dem Herrn stehen könnt.“ Außerdem sorgte Mose dafür, dass um den Berg herum Begrenzungen aufgebaut wurden, damit keiner aus Versehen dem Berg zu nahe kommen kann und dann sterben würde. Sogar die Tiere durften nicht in die Nähe des Berges kommen, weil Gottes Herrlichkeit den Berg besetzen würde.Drei Tage später hörten die Israeliten am frühen Morgen ein lautes Donnergrollen und sie bekamen große Angst. Mose befahl ihnen, aus ihren Zelten herauszukommen und ihren Blick auf Gott zu richten. Was sie sahen, war sehr furchteinflößend. Der Berg war komplett in Rauch eingehüllt; der ganze Berg bebte, weil Gott auf ihn herunterkam in einem großen Feuer. Der Berg war mit Rauch bedeckt, es donnerte und blitzte und das ganze Volk zitterte vor Angst. Gott sagte zu Mose: „Komm zu mir auf die Bergspitze.“Mose gehorchte Gott und stieg den Berg hinauf vor den Augen der Israeliten. Oben angekommen sprach Gott zu ihm: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat, aus dem Land der Sklaverei. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst dir auch keine Bilder und Statuen von Göttern machen und deshalb auch nicht vor solchen knien oder sie anbeten. Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen. Denke an den Sabbat, indem du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten ist der Sabbat und Ruhetag für den Herrn, deinen Gott. Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit du ein langes Leben hast. Du sollst nicht töten. Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nichts Falsches über deinen Nächsten erzählen. Du sollst auf nichts neidisch sein, was deinem Nächsten gehört.“Als der Herr aufgehört hatte zu reden, waren die Israeliten erleichtert, weil sie beim lauten Klang von Gottes Stimme voller Angst waren. Mose kam wieder vom Berg herunter. Das Volk kam gleich auf ihn zu und sagte: „Bitte Gott, dass er nicht mehr direkt zu uns spricht, denn das macht uns große Angst. Lass Gott zu dir sprechen und dann gibst du uns das weiter.“Daraufhin ging Mose in die Wolke auf der Bergspitze hinein und berichtete Gott von der Bitte der Israeliten: „Sie haben Angst davor, noch einmal deine Stimme zu hören.“ Gott erwiderte: „Es ist gut, dass sie Angst haben. Ich werde zu dir sprechen und du kannst ihnen nachher alles berichten.“ Gott befahl Mose, auf den Berg zu kommen und dort allein bei Gott zu bleiben. Mose blieb für vierzig Tage im direkten Austausch mit Gott und diese ganze Zeit aß und trank er nichts. Aber Gott sprach in der Wolke zu ihm und hielt ihn am Leben.Die Bibel erzählt uns, dass Gott den Israeliten befahl, ihm ein Heiligtum zu bauen. Es sollte ein Zelt sein, das ganz einfach gebaut und von einem Ort zum anderen getragen werden konnte. Das Zelt wurde Stiftshütte genannt. Außerdem sollten die Israeliten eine mit Gold überzogen Kiste aus Akazienholz bauen, in der die heiligen Steintafeln mit den Zehn Geboten aufbewahrt werden sollten. Diese Kiste wurde Bundeslade genannt. Dann gab Gott Mose zwei Steintafeln, auf die er selbst die Zehn Gebote geschrieben hatte.
Fragen zum Gespräch
5 FragenWen rief Gott auf den Berg, um mit ihm zu sprechen?
Warum ließ Mose Begrenzungen um den Berg aufstellen?
Warum wollte das Volk Gottes Stimme nicht mehr hören?
Wie lange blieb Mose mit Gott auf dem Berg?
Was gab Gott Mose, nachdem er mit ihm gesprochen hatten?